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Nachwuchs in Sankt Zeno

Erwin freut sich, denn einen Kran hat er sich schon lange gewünscht. Gelb, schwarz und aus Holz ist das neue Spielzeug, vor dem der Einjährige ein wenig wackelig steht. Daneben liegen noch ein Bagger und ein Radlader. Begeistert mustert Erwin die Spielsachen. Kirchseeons Bürgermeister Udo Ockel (CSU) hatte sie zur Einweihung der neuen Kinderkrippe auf dem Gelände des Berufsbildungswerks Sankt Zeno mitgebracht.

 

Glockenturm heißt die Einrichtung, die nun offiziell eröffnet wurde - Kinder werden dort aber schon seit September betreut. Die Nachfrage nach einer Kinderbetreuung sei in der Marktgemeinde eben immer da, sagte der Verwaltungschef. Es gebe viele Eltern von Kleinkindern im Alter von null bis drei Jahren, die einen Betreuungsplatz bräuchten. Die neue Kinderkrippe Glockenturm ist eine solche, in die die ganz Kleinen kommen dürfen. 24 Kinder haben Platz, in zwei Gruppen. Die Leiterin, Isabella Köck, sagte, dass es das Ziel sei, die Kinder in ihren individuellen Fähigkeiten zu fördern und zu begleiten.Domkapitular Monsignore Klaus Peter Franzl segnete die Einrichtung und betonte, dass die Kinder hier ein Gefühl für Gemeinschaft erhalten. Eine christliche Grundlage könne dabei helfen, den Kindern einen guten Start in das Leben zu geben. In den Kontakt mit seinem Gegenüber zu kommen und vom ich zum du zum wir zu gelangen, sei das Leitbild für alle Einrichtungen des Berufsbildungswerks. Die Stiftungsinstitution bietet jungen Menschen Orientierung, Unterstützung und Förderung bei ihrer beruflichen Entwicklung und Ausbildung. Außerdem werden Flüchtlinge auf dem Areal betreut und in den Arbeitsmarkt integriert. Mit der neuen Kinderkrippe fülle sich das Gelände "immer mehr mit Leben", sagte Bernd Zimmer, der Stiftungsleiter von Sankt Zeno.

Erwin fühlt sich in der neuen Krippe wohl - er ist ein Kind der "ersten Stunde", wie seine Mama sagte. Seit März wird er in Sankt Zeno betreut. Noch bevor die neue Krippe fertiggebaut war, gab es einen Betreuungsraum für Kleinkinder auf dem Gelände. Weil die Nachfrage so hoch gewesen sei, sagte Kindergartenleiterin Isabella Köck, habe man mit der Betreuung schon früher in einem Seminarraum begonnen. Die Idee, eine Kinderkrippe beim Berufsbildungswerk zu bauen, gab es 2014.

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Die Krippe ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stiftung Sankt Zeno und der Gemeinde Kirchseeon. "Ein Geben und Nehmen", wie Bernd Zimmer sagte. Dass die Einrichtung mit 850 000 Euro von der Gemeinde unterstützt wurde, schätzte Bürgermeister Udo Ockel als sehr gute Entscheidung ein. Die Kinderbetreuung steht in Kirchseeon an der Spitze kommunaler Investitionen. Insgesamt hat die Krippe 1,3 Millionen Euro gekostet und wurde von der Stiftung Sankt Zeno gebaut. Dazu wurde ein bestehendes Gebäude im südlichen Teil des Berufsbildungswerks umgebaut. Die Krippe ist 380 Quadratmeter groß und mit freundlichen und hellen Farben gestaltet. Den Ausbau der Kinderbetreuung lobte die ehemalige bayerische Sozialministerin Christa Stewens, die zur Eröffnung kam: "Kinderkrippen sind die elementarsten Bildungseinrichtungen im Freistaat." Diese müssten weiterhin ausgebaut und flexibilisiert werden. Dennoch müsse die Familie ihren Wert behalten: Kinderkrippen seien keine familienersetzenden, sondern ergänzende Einrichtungen.

In der Kinderkrippe Glockenturm gibt es noch freie Betreuungsplätze. Bewerben könne sich jeder, vorwiegend aus dem Gemeindegebiet Kirchseeon, entweder bei der Gemeinde oder direkt bei der Einrichtung

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