Copyright 2017 Berufsbildungswerk Stiftung St. Zeno Kirchseeon

Großer Andrang bei der Berufsinfo-Messe

Merkur 24.02.2017

me170224

Dichter Andrang herrschte bei der Berufsinfo-Messe in St. Zeno, Kirchseeon. © Foto: Jürgen Rossmann

von Robert Langer

Großer Andrang bei der Berufsinfo-Messe in Kirchseeon. Mehr als 50 Firmen werben um Auszubildende. Jugendliche können sich informieren.  

Kirchseeon– Es ist eng in den Gängen. An den verschiedenen Ständen werden Gespräche geführt. Mehr als 50 Betriebe aus den unterschiedlichsten Branchen werben bei der Berufsinfo-Messe in mehreren Hallen des Berufsbildungswerks St. Zeno in Kirchseeon um Auszubildende. „Mehr geht fast nicht mehr, weil wir nicht mehr Platz haben“, meint Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger. Die Messe findet bereit zum fünften Mal in Kirchsseeon statt. Veranstalter ist der Mittelschulverbund Ebersberg Süd mit den Schulen in Aßling, Ebersberg, Glonn, Grafing und Kirchseeon. Die Messe richtet sich an Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn der Mittelschulen, aber auch von Realschulen und Gymnasien.

An den Ständen erklären oft Jugendliche, die mitten in der Ausbildung stecken, jüngeren Schülern, was sie erwarten könnte, wenn sie sich für den einen oder den anderen Beruf entscheiden.

Timo Spirgatis lernt Modellbauer bei der Firma Schröter in Oberpframmern, wohl einem der „geheimsten“ Unternehmen im Landkreis. Denn dort geht es um Modelle von Produkten großer Konzerne. Über Details darf Timo Spirgatis nicht sprechen. „Es ist spannend. Es geht beispielsweise um Autos, die andere Leute erst in einigen Jahre sehen. Alles Neuheiten.“ Die Mitarbeiter sehen „Fehler in der Planung und wie sie behoben werden“. Er habe als Kind gerne mit Lego gespielt. Auch für Architektur habe er sich begeistert. „Modellbau ist eine Kombination aus allem, mit viel Technik.“

Weniger spannend klingt zunächst die Ausbildung in der Verwaltung der Gemeinde Kirchseeon. Aber Ferdinand Schreiner sieht das anders. „Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Bereichen“, erzählt er. „Ich war auch schon im Bürgerbüro, da hat man viel Kontakt mit Menschen. Langweilig wird das nicht.“ Zudem biete der öffentliche Dienst viele Vorteile, beispielsweise wegen günstigen Tarifen bei Versicherungen. „Das ist schon auch etwas.“ Für die Ausbildung reicht eigentlich der Quali. „Aber Mittlere Reife ist besser“, meint Schreiner.

Begeistert von ihrer Ausbildung zur Konditorin in einer Ebersberger Bäckerei sind Diana Dachgruber und Sophia Huber. „Der Beruf ist vielfältig. Da geht es nicht nur um Kuchenbacken“, erklärt Dachgruber, die bereits im dritten Lehrjahr ist. „Wir machen auch andere Sachen, beispielsweise Dekoration, und nicht nur Süßes, sondern auch Pikantes, für die kleine Küche.“ Nach ihrer Ausbildung will sie zunächst im Betrieb bleiben. Vielleicht mache sie auch die Meisterprüfung. Damit habe man viele Möglichkeiten. „Mit meiner Ausbildung kann ich auf der ganzen Welt arbeiten.“

Sophia Huber ist im ersten Lehrjahr. „Ich hatte schon immer Interesse am Backen. In der Schule hatte ich Hauswirtschaft“, erzählt sie. Und auch nach der Arbeit hat sie zu Hause noch Lust auf Backen. „Für Geburtstage beispielsweise.“

Auch die Schüler sind zufrieden mit der Messe. Jakob Schechner vom M-Zweig der Mittelschule Ebersberg interessiert sich für den Beruf Industriemechaniker, wegen der Technik. Ein Praktikum in diesem Bereich hat er noch nicht gemacht. „Aber das kommt jetzt.“ Josef Stadler, ebenfalls von der Mittelschule Ebersberg, hat sich über die Ausbildung bei einem Orthopädietechnik-Betrieb informiert. „Ich bin handwerklich begabt. Und in diesem Beruf kann man auch Menschen helfen“, erzählt er. Verena Spötzl hat bereits einen Praktikumsplatz in der Landwirtschaft. Das liegt auf der Hand, denn sie kommt von einem Bauernhof. „Eventuell wird das auch meine Ausbildung. Ich bin mir aber noch nicht ganz sicher. Hier sieht man ja auch sehr viele andere Möglichkeiten.“

Suche

f t g m

Heute: 12 Woche: 359 Monat: 1151 Gesamt 220184

{gm1}