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Arbeitnehmer von morgen

sueddeutsche20170316

An der Drehbank in Sankt Zeno: Weihbischof Bernhard Haßlberger (rechts), der Ausbilder Anton Gnadler und der aufmerksame Schüler Max Peschina.

(Foto: Christian Endt)

Brisante Themen beim elften Josefstag in Kirchseeon

Von Viviane Rückner, Kirchseeon

Prominente Gesichter, vom Politiker bis zum Weihbischof, waren beim elften Josefstag unter dem Motto "Eine/r von uns - Gemeinsam für ein buntes Land" im Berufsbildungswerk der Stiftung St. Zeno Kirchseeon versammelt. Ewald Schurer, SPD, Mitglied des Bundestags, Detlef Scheele, Vorstandsmitglied der Agentur für Arbeit, Daniel Mackenrodt, Bereichsleiter Personal bei Lidl, Bernd Zimmer, Geschäftsführer der Stiftung St. Zeno sowie Karin Weber, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Freising, sie alle sind gekommen, um über die berufliche Weiter- oder Ausbildung der jungen Generation zu sprechen. Folgenden Satz ließ jeder Redner wie ein Mantra einfließen: "Wir lassen keinen zurück!". Dabei bezogen sie sich auf die wohl am meisten vernachlässigten Gruppen innerhalb der jüngeren Generation, auf lern- und psychisch behinderte junge Menschen und Flüchtlinge.

Wohl zurecht betonte Scheele, dass bei einer prosperierenden Wirtschaft jeder Arbeiter gebraucht werde, und dass es daher ungemein wichtig sei, gerade diese jungen Menschen dabei zu unterstützen, einen sozialversicherungspflichtigen Job zu bekommen. Und das sei wiederum fast nur mit einer Berufsausbildung möglich. Auch müssten präventive Maßnahmen getroffen werden, beispielsweise müsse bei Kindern von Arbeitslosen darauf geachtet werden, dass diese nicht in die Schiene ihrer Eltern gerieten. Aber auch die höhere Bildungsschicht sei betroffen, so sollen zum Beispiel schon in der Oberstufe mehr Vorträge auch über duale Studiengänge gehalten werden, um die Studienabbrecherzahl auf längere Sicht zu mindern.

Kooperationen, wie die von Dieter Link, Schulleiter der staatlichen Berufsschule Erding, und Thomas Oliv, Schulleiter der Förderberufsschule Kirchseeon, sind daher unverzichtbar. Zusammen haben sie zwei Klassen für berufsschulpflichtige Flüchtlinge gegründet, die Unterstützung gerade in sprachlicher Hinsicht benötigen.

Auch durch die Kooperation von Lidl und dem Berufsbildungswerk Kirchseeon konnte ein tolles Projekt auf die Beine gestellt werden: 23 Flüchtlinge erhalten eine Ausbildung bei Lidl und lernspezifische Unterstützung, sowie eine Möglichkeit zum Wohnen vom Bildungswerk. Nicht zuletzt ist es das Berufsbildungswerk der Stiftung St. Zeno Kirchseeon, das lern- und psychisch behinderten Jugendlichen und Flüchtlingen die Chance auf eine duale Berufsausbildung bietet. Klaus Peter Franzl, Stiftungsratvorsitzender von St. Zeno, brachte es auf den Punkt: "Der Mensch ist Mittelpunkt, der Mensch ist nie Mittel. Punkt."

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